Abbildung eines Hŋrin
EKŌ-Haus der Japanischen Kultur e.V.
ENGLISH
DEUTSCH
日本語
Designelement
Designelement
Designelement
Designelement
Designelement
Designelement

文化行事 Kulturelle Veranstaltungen

Programm-Download

Japantag / Ausstellungen / Konzerte / Vorträge / Filmvorführungen/ Teezeremonien



開放日Tag der offenen Tür

Sa 02.06., 13 - 18 Uhr
Eintritt frei

Tag der offenen Tür Zum Japantag lädt das EKŌ–Haus alle interessierten Besucherinnen und Besucher am Tag der offenen Tür zu einer Besichtigung des großen Tempelgartens, des traditionellen Holzhauses und des buddhistischen Tempels ein.

Sonderveranstaltungen zum Japantag:

Ausstellung:
"Kana Shodō – die kalligrafische Kunst japanischer Hofdamen": Werke von Kaoru Akagawa. Siehe Ausstellungen

Musik:
Am Vorabend des Japantages, Fr 1.6., gibt Satoshi Katano (Bambusflöte Shinobue) ein Konzert im EKŌ–Tempel: "Shinobue篠笛–Musik aus Sahara佐原".

Ausstellungen

"Mittagsschlaf des Flusskobolds" - Edo-Kreisel aus Japan"

07.01. - 26.02.
Foyer

Edo-Kreisel aus Japan Während man in Deutschland mit dem "Kreisel" meist ein Kinderspielzeug verbindet, das mit den Fingern oder einer Peitsche in Drehbewegung gehalten wird, zeigen sich japanische Kreisel (koma) in einer Vielfalt, die ihresgleichen sucht. Märchengestalten fangen an, sich zu drehen, Kraniche tanzen, es soll sogar Kreisel geben, die Themen japanischer Haiku–Gedichte aufgreifen. Bereits in den Japanischen Annalen [Nihon–shoki] (720) wird von Soldaten aus dem Lande Koma auf dem asiatischen Festland berichtet, die mit etwas Kreiselähnlichem spielten. Anfangs dem Zeitvertreib des Adels dienlich, der beim Spiel mit dem Kreisel durchaus akrobatische Techniken entwickelte, zog dieses Spiel erst in der Edo–Zeit (1603–1868) in den Alltag des Bürgertums ein. Die Herstellungstechniken verfeinerten sich, der Ideenvielfalt waren keine Grenzen gesetzt. Die Bezeichnung des Edo–Kreisels, Edo–goma, geht auf diese Periode zurück. – Die Ausstellung zeigt einen Querschnitt sehr unterschiedlicher Kreisel aus dem Privatbesitz von Haruko Aoyama, die zu einem großen Teil von dem japanischen Künstler Masaaki Hiroi (*1935) gefertigt wurden.

Guter Wind, klarer Morgen - ausgewählte Farbholzschnitte aus der Sammlung des EKŌ-Hauses

06.03. - 01.04.
Foyer - Eintritt frei

Farbholzschnitt Das zärtlich verliebte Spiel zwischen Mensch und Tier, die prachtvolle Entfaltung der Natur, einen lauen Sommerabend unter Feuerblumen am Himmel, atemberaubende Blicke auf Japans heiligen Berg Fuji, die Anmut schöner Frauen und die gestenreiche Kunst des Theaters und seiner Schauspieler zeigen die farbigen Holzdrucke dieser Ausstellung. Ukiyo-e, "Bilder der fließend–vergänglichen Welt", nannte man sie in Edo (heute Tōkyō). In ihnen sah man das farbige Spiegelbild des fröhlichen, von buntem Treiben erfüllten irdischen Daseins. – Der japanische Farbholzdruck ist in einer der späteren, aber fruchtbarsten Epochen künstlerischen Schaffens entstanden, in der er seinen Aufstieg, Höhepunkt und schließlich Verfall erlebte, in der Edo-Zeit (1603–1868). Mit der Öffnung Japans 1854 waren es vor allem die Maler des europäischen Impressionismus – als einer der ersten etwa Vincent van Gogh –, die mit Begeisterung erkannten, welche Daseinserfahrung in den Drucken ihre künstlerische Bewältigung gefunden hatte und sie zeitweise zum Maßstab ihres eigenen Schaffens machten. Die 25 Farbholzdrucke der Ausstellung sind Nachbildungen sehr berühmter Ukiyo-e-Künstler wie Katsushika Hokusai (1760–1849), Kitagawa Utamaro (1753–1806) und Utagawa Hiroshige (1797–1858) u.a. Sie wurden von der Gesellschaft Adachi gedruckt, einer Stiftung für die Erhaltung der traditionellen Holzdrucktechniken, die authorisiert ist, die alten Meister nachzudrucken.

(Foto: Katsushika Hokusai, Sechunddreißig Ansichten des Berges Fuji: "Guter Wind, klarer Morgen", um 1831)

Kana Shodō – die kalligrafische Kunst japanischer Hofdamen

Werke von Kaoru Akagawa
Eröffnung: Di 08.05., 18 Uhr, mit Vortrag und praktischer Vorführung kalligrafischer Techniken
Eintritt frei
Foyer

Kana Shodō Im System der japanischen Schrift werden die Zeichenformen Kanji (Wortschriftzeichen aus China) und Kana (Silbenschriftzeichen, im 9. Jh. auf der Grundlage der Kanji eigenständig entwickelt) verwendet. Kana Shodō als kalligrafische Kunst vereint chinesische mit japanischen Schriftzeichen. Diese Kunstform erfreute sich gegen Ende des 10. Jhs. großer Beliebtheit unter den Damen der höfischen Gesellschaft in der alten Kaiserstadt Kyōto. Neben persönlichen Mitteilungen wie Liebesbriefen schrieben die Hofdamen literarische Klassiker wie Die Geschichte vom Prinzen Genji und Das Kopfkissenbuch, die die Anfänge einer eigenständigen japanischen Literatur markieren. Diese Tradition setzte sich auch später, als die Macht vom Hofadel auf den Kriegeradel überging, in beständiger Weise fort. – Kaoru Akagawa engagiert sich heute als Lehrmeisterin (shihan) in der Bewahrung und Weitergabe dieser Kunstform. Darüber hinaus wagt sie das Experiment, die Kunst des Kana Shodō auf moderne Kunst treffen zu lassen. Die Ausstellung gibt einen umfangreichen Einblick in ihr künstlerisches Schaffen.

Konzerte

Shinobue篠笛–Musik aus Sahara佐原

Katano Satoshi 片野聡 (Bambusflöte Shinobue)
Fr, 01.06., 19.30 Uhr - Eintritt frei
Tempel

Katano Satoshi Katano Satoshi wurde 1982 in Sahara (Präfektur Chiba) geboren. Unter dem Einfluss des Vaters, der Volksmusiker war und in Volksfestgruppen spielte, begann der Sohn mit neun Jahren, Shinobue zu spielen. Ab der siebten Klasse war er Mitglied der Volksmusikgruppe "Yokura geizaren 与倉芸座連", deren erster Flötist er mit 17 Jahren wurde. Daneben lernte er auch andere Instrumente (Gitarre, Klavier, Keyboard), brachte sich autodidaktisch Komponieren und Arrangieren bei und arbeitete seit seinen frühen Zwanzigern in verschiedenen Bands. 2005 wurde er in einer Freundschaftsdelegation der Präfektur Chiba in den U.S.–amerikanischen Partnerstaat Wisconsin entsandt, wo er volkstümliche Stücke aus Sahara spielte. Seit Herbst 2008 ist er Solo–Shinobue–Spieler. 2009 gründete er die Gruppe "Sahara shachū 佐原社中", die in kleinen Besetzungen auch klassische und moderne Jazz–Musik spielt. Seit Oktober 2011 gibt er als Lehrer in Sahara öffentliche Einführungen in das Shinobue–Spiel. In seinen Konzerten bringt er die traditionellen japanischen Elemente der Musik aus Sahara und westliche Genres zusammen. Dies geben auch die beiden Teile des Düsseldorfer Programms wieder.

VORTRÄGE

"Die Entwicklung des japanischen Farbholzschnitts und sein Einfluss auf die westliche Malerei: Eine Einführung"

Michael Kuhl M. A.
Di 06.03., 19.00 Uhr
EKŌ–Saal

Der japanische Farbholzschnitt Ukiyo-e gilt hierzulande als das wohl bekannteste Genre japanischer Kunst. Das mag nicht verwundern, denn als er in der zweiten Hälfte des 19. Jhs. in europäischen Künstlerkreisen bekannt wurde, sorgte er nicht nur für Begeisterung unter den Vertretern der zeitgenössischen Kunst, sondern hatte auch seinen Anteil an der Etablierung einer Japanmode (der Herausbildung des "Japonismus"). Er sollte großen Einfluss auf die Erneuerung der westlichen Kunst, allen voran auf die Impressionisten und die Künstler des Jugendstils, haben. – Der Vortrag ist als Einführung in die Thematik konzipiert und begleitet die im Ekō–Haus gezeigte Ausstellung. Nach einer Darstellung der Entwicklungsgeschichte des Ukiyo-e wird sein Einfluss auf die Maler des europäischen Impressionismus skizziert. Abschließend werden einige Bilder, die die Ausstellung zeigt, vorgestellt.

Filmvorführungen

Kyōsei–Saal, Beginn jeweils 15 Uhr
Eintritt frei! Die Filme sind auf Japanisch mit deutschen Untertiteln. Die Filmausleihe geschieht in Kooperation mit dem Japanischen Kulturinstitut, Köln. Weitere Auskünfte unter Tel.: 0211-577918-0.


07.01.: Drei "Kultur-Kurzfilme":

"Färben mit Schablonen [江戸小紋と中型]" (30 Min.)
Zwei Meister ("Lebende Kulturschätze") des Musterfärbens von Stoffen mit Hilfe gesteifter Paperschablonen werden vorgestellt: Yasutaka Komiya ist auf den Komon–Stil der Edo–Zeit spezialisiert, der kleine, komplizierte weiß–blaue Motive hervorbringt. Kotaro Shimizu arbeitet im Chugata–Stil, der größere Muster verarbeitet und dazu oft zwei Schablonen und zwei Arbeitsgänge benötigt.

"Die schönheit der japanischen Stickerei [日本刺繍]" (38 Min.)
In Togane (Präfektur Chiba) hat der Stickerei–Meister Iwao Saito seine Werkstatt. Der Film dokumentiert, wie seine uralte Kunst vom Lehrherren an die Schüler weitergegeben wird, der Arbeitstag in der fünfjährigen Lehrzeit sich gestaltet, die Konzentration auf das Handwerk Wesen und Technik dieser Kunst befördert und wie die Tradition dieses 1.500 Jahre alten Gewerbes gepflegt wird.

"Yuzen–Seide [友禅]" (30 Min.)
Kakō Moriguchi ist ein Meister der Kunst, Kimonostoffe mit Blumenmustern zu färben. Seit Jahrhunderten ist "Yuzen" dafür die beliebteste Seidenart. Der Film zeigt traditionelle Techniken und neu entwicklelte Verfahren dieses Meisters, der sich auch der an der Lackkunst orientierten makinori–Technik bedient und als Maler auf der Suche nach immer neuen jahreszeitlichen Motiven rund um Kyōto ist.

04.02.: "Unser Haus
[Minna no ie みんなのいえ]"

(2001, 116 Min)

Unser Haus Diese ironische Komödie ist das zweite Werk des jungen Regisseurs Kōki Mitani. Ein kommender Designer als Architekt, der noch nie ein Haus gebaut hat, und der alte Vater Tamikos, der frühere Bauunternehmer Iwata, der schon lange keinen Bau mehr geleitet hat, arbeiten zusammen am Haus Naosukes (30 Jahre alt und Drehbauchautor) und seiner Frau Tamiko. Yanagisawa opfert alles für seine kreative Vision, während Herrn Iwatas Berufsstolz, der ihm ein traditionelles japanisches Wohnhaus zu errichten befiehlt, beim Bau keine Verzögerungen duldet. Das einzig Gemeinsame der beiden Männer ist ihre totale Sturheit. Ein Kompromiss scheint unmöglich. Der Film zeigt auch viel traditionelles Zeremoniell um den Hausbau wie Grundsteinlegung, Segnung des Hauses und eine Einweihungsparty.

03.03.: "Swing Girls"
[Suwingu gāruzu スウィングガールズ]

(2004, 105 Min.)

Swing Girls In den Sommerferien bricht eine Schülerblaskapelle mit dem Bus auf, um die Baseballmannschaft ihrer Schule in der nordjapanischen Präfektur Yamagata zu unterstützen, und vergisst dabei seine Lunchpakete. 16 Schülerinnen, die Mathe pauken sollten, schwänzen den Unterricht und beschließen, der Kapelle die Pakete nachzubringen. Das dauert so lange, dass das Essen verdirbt und die Schüler an Lebensmittelvergiftung erkranken – außer einem, Takuo. Schnell stellt er eine neue Kapelle zusammen, wozu sich die Mädchen bereit erklären. Zwar erholt sich die Band der Jungen rechtzeitig, aber die Mädchen haben Feuer gefangen. Sie überstehen allerlei Widrigkeiten und komische Situationen, gelangen aber schließlich zu Aufführungen und werden am Ende die heftig umjubelten "Swing Girls". – Die meisten Schauspielerinnen hatten vorher ebenfalls noch kein Instrument gespielt und lernten es während der Entstehung des Films. Der Film wurde 2005 mit sieben "Japanese Academy Awards" ausgezeichnet.

05.05.: "Waterboys
[Uōtābōizu ウォーターボーイズ]"

(2001, 91 Min.)

Waterboys Das Schwimmteam der Tadano–Oberschule kann sich kaum über Wasser halten. Die neue hübsche Sportlehrerin, Frau Sakuma, plant, mit ihnen eine Synchron–Mannschaft aufzubauen. Dem stehen allerlei Probleme im Wege, darunter auch, dass sie plötzlich feststellt, im achten Monat schwanger zu sein und in Mutterschaftsurlaub gehen zu müssen. Die Jungen, deren Grundgefühl der Misserfolg ist, machen trotzdem allein weiter und werden bis zum Schulfest, bei dem sie mit ihrem Programm auftreten wollen, auf vielfältige und teils skurrile Weise gehindert und gehänselt. Aber es gibt auch Schüler, die sich den "Waterboys" anschließen und sie unterstützen. Am Vorabend des Festes wird die Vorführung von einer letzten Katastrophe bedroht. Wird alles gut gehen?

(Fotos © Japanisches Kulturinstitut Köln)

茶道 Teezeremonien

Sa 31.03., 28.04., 26.05., 30.06., jeweils 14-15, 15-16, 16-17 Uhr
Teemeister: Sōshin Kuramoto (Urasenke-Schule)
Gebühr: 10,00 €/ Person


Teeweg Sadō 茶道, der "Teeweg", mit seinem Herzstück, der Teezeremonie, zählt zu den geidō 芸道, den "Kunst–Wegen" japanischer Kultur. Ihre chinesischen Vorbilder sind seit dem 15. Jh. in mehreren Schulen Japans umgeformt worden, bis sie schließlich in der Prägung durch den berühmten Teemeister Sen–no Rikyū (1522–1591) eine kanonische Gestalt erhielten, die bis heute ausgeübt wird. Teemeister Sōshin Kuramoto steht in der Tradition Rikyūs, und er gehört der Urasenke–Schule an, die Rikyūs Teeweg besonders pflegt.


Bitte beachten Sie:

Kontakt/Impressum